Coats Historie
Die Geschichte von Coats

Die Geschichte von J&P Coats beginnt am Anfang des 19. Jahrhunderts in der schottischen Stadt Paisley. Hier gründeten 1812 die Gebrüder Clark eine Fabrik zur Herstellung von Nähgarnen, und in dieser Stadt begann im Jahr 1826 James Coats ebenfalls mit der Produktion seiner Nähgarne. Beide wurden zu berühmten Garnherstellern und schlossen sich 1896 zusammen: So entstand eine Spinnerei, die schon damals als erstes international ausgerichtetes Unternehmen galt.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde in Deutschland von Carl Mez die Firma Mez als Seidenbandweberei für die Markgräftler Trachten in Kandern bei Lörrach gegründet. Die Ursprünge der Firma Schachenmayr wiederum gehen auf eine kleine Wollspinnerei zurück, die Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Die Reißverschlussproduktion wurde 1936 von Erich Heilmann begonnen. Unter dem Markennamen Opti-lon entwickelte er bis 1955 den ersten produktionsfähigen Nylon-Spiral-Reißverschluss der Welt. Alle diese großen Marken verbanden sich unter dem Dach des Coats - Konzerns: die Firma Mez seit 1930, die Firma Schachenmayr seit 1984 und Opti seit 1989.

  • 1806 Die Einfuhr von Seide aus Kontinentaleuropa nach GB wurde durch die Sperre der napoleonischen Kriege lahmgelegt. Seide wurde zum Nähen verwendet
  • 1806 - 1812 Ohne dieses Rohmaterial versuchten die Coats Brüder James und Peter in Paisley, Schottland erfolgreich Nähfaden aus Baumwolle zu produzieren. Baumwolle wurde über Liverpool importiert und deshalb von der Sperre nicht betroffen. Paisley war seit längerem für die Produktion von Paisley Shawls aus Baumwolle bekannt.
  • 1812 Nach ihrer Gründung entwickelte sich die Firma rasch. Neue Maschinen für Spinnen und Zwirnen, die in England in Folge der industriellen Revolution erfunden wurden, halfen dieser Entwicklung. Zuerst wurde Nähfaden aus Baumwolle für Haushaltszwecke produziert, danach für die nähende Industrie, welche die Nähmaschine ermöglichte.
  • 1830 - 1890 Die Coats Familie begann neue Firmen im Ausland zu gründen, um Einfuhrverbote zu umgehen. Es gab Filialen u. a. in USA, Brasilien, Rußland, China, Indien. Die Coats Familie - protestantische Baptisten - engagierten sich stark im sozialen Bereich und baute Kirchen, Schulen und Arbeiterheime.
  • 1896 Coats fusionierte mit Clark, einem Wettbewerber in Paisley, der unter der Marke Anchor Handarbeitsgarne herstellte. Die neue Firma, J. & P. Coats Ltd., beschäftigte über 50.000 Menschen weltweit und war eine der ersten globalen Firmen. Die Firma war auch eines der fünf größten Unternehmen an der Londoner Börse.

Expansion in Europa

  • 1900 - 1930 Um in Kontinentaleuropa West Fuß zu fassen, kaufte Coats Anteile an Familienfirmen, die im 19-ten Jahrhundert gegründet wurden und durch Familienstreit oder finanzielle Not in Schwierigkeiten geraten waren.
  • 1911 in Italien die Firma Cantoni in Lucca
  • 1912 in Spanien die Firma Fabra in Barcelona
  • 1922 - 1930 in Deutschland die Firma MEZ

Konsolidierung in Deutschland

1932 Die Urenkel Christian Adam und Paul treten in die Firma ein. Sie bilden die sechste Generation der Familie und werden später Mitglieder des Vorstandes. Aufbau des durch den ersten Weltkrieg weitgehend verloren gegangenen Exportmarktes. Aufbau der neuen Vertriebsorganisation Seiden und Garn in Deutschland mit Niederlassungen in Frankfurt, Hamburg und Berlin.